Konzept-Schwerpunkte Evangelisches Gymnasium Nordhorn [(2007] Dieser Beitrag dokumentiert den Stand der Überlegungen zur pädagogischen Konzeption des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn im Jahr 2007.
Schule gestalten Der 90-Minuten-Rhythmus schafft mehr Ruhe im Schulalltag, methodisch ist im Unterricht mehr möglich (Wechsel von Sozialformen, eigenverantwortliche Arbeitsphasen usw.) und die Konzentrationsphasen werden intensiver. Schließlich ist weniger Unterrichtsmaterial nötig, das die Schüler täglich zur Schule tragen. Freiwillige Angebote (AGs und Kurse) Mögliche AGs sind Tastenschreiben, Schulgarten, Schulgestaltung, Werken, Geschichtswerkstatt, Chor, Musik (Percussion), Tanzen, Theater, Streitschlichtung, evtl. ist eine dritte Sportstunde möglich. Möglicherweise ist die Unterteilung in zwei Wahlpflichtbereiche sinnvoll (Bereich 1: Bewegung ermöglichen; Bereich 2: Kognitive Fähigkeiten stärken) Die wöchentliche Klassenstunde ist eine besondere Stunde für die Klasse und ihren Klassenlehrer in den Stufen 5 bis 8. Die wesentlichen Lernfelder dafür sind "Soziales Lernen" und "Lernen lernen". Außerdem soll sie zur Erledigung der Klassengeschäfte dienen. Die Schule unterhält eine Mensa. An den Pflichtnachmittagen in Klasse 5 und 6 wird gemeinsam gegessen, auch um ein Gemeinschaftsbewusstsein zu schaffen. Förderkonzept An den Angebotsnachmittagen werden den Schülern kostengünstige, betreute Hausaufgabenhilfen angeboten. Die Betreuung der kleinen Gruppen (bis 8 Schüler) nehmen besonders geschulte ältere Schüler wahr. Dabei kann vertiefendes und geordnetes Arbeiten eingeübt werden. Parallel werden Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote gemacht. An den Pflichtnachmittagen lernen die Schüler in der 7. Stunde in einer betreuten selbstständigen Arbeitszeit an individuellen Schwerpunkten, wie Übungen, Lektüre, gelenkte Entdeckungen, weiterführende Angebote in Ergänzung zum Unterricht usw. In den Klassen 5 bis 7 wird in den Fächer Deutsch, Englisch oder Mathematik wöchentlich eine Unterrichtsstunde zu einer Differenzierungsstunde. In Klasse 8 gibt es eine Differenzierungsstunde zusätzlich zum Pflichtunterricht. Dabei werden aus den Klassen Schüler mit Förderbedarf und Schüler, die mit weiterführenden Aufgaben gefordert werden können, in unterschiedlichen Gruppen unterrichtet. Profile (Klasse 5) In der Forscherklasse geht es um das forschende Entdecken der Natur. Mit Projekten, Exkursionen und Experimenten werden Fähigkeiten und Interessen in den Naturwissenschaften Biologie, Physik und Chemie geweckt und gefördert. Die Musikklasse bietet den musikalischen Interessen der Schüler einen Gestaltungsraum. Die Schüler müssen kein Instrument spielen können, wenn sie in der Musikklasse beginnen, aber sie sollten die Bereitschaft mitbringen, neben dem Unterricht eines zu erlernen. Die Schule hilft bei der Vermittlung von Musikunterricht. Die Klasse soll ein "Klassenorchester" bilden, das kreative musikalische Projekte umsetzt. Die Latein-plus-Klasse soll ermöglichen, Latein etwas langsamer lernen zu können. Außerdem bietet diese Profilklasse mehr Zeit für das Eintauchen in die historische Welt einer antiken Sprache und ihrer Geschichte. Evangelisches Profil Das EGN erweist sich als evangelische Schule z.B. durch - das Jahr strukturierende Schulgottesdienste - den wöchentlichen Morgenkreis im Klassenverband - regelmäßige Schulandachten - gelegentliche Vollversammlungen aller an der Schule Beteiligten. Das EGN leitet sein Selbstverständnis aus folgenden zentralen Merkmalen christlichen Glaubens ab: 1. Freiheit Die Arbeit der Schule beruht auf den Grundlagen des christlichen Glaubens. Deshalb achtet sie die persönlichen Überzeugungen auch der Mitglieder der Schulgemeinschaft, die nicht den evangelischen Kirchen angehören. 2. Dienst Die Arbeit der Schule dient auch der Hilfe für Schwächere. Innerhalb der Schule äußert sie sich u.a. in Hausaufgabenhilfe und Förderunterricht. Nach außen hin üben sich Lernende und Lehrende in praktische diakonische Arbeit ein (wie Praktika in diakonischen Einrichtungen und Betreuung Hilfsbedürftiger). 3. Gemeinschaft Das EGN versteht sich als Schulgemeinde. Diese realisiert sich in gegenseitiger Wertschätzung aller Beteiligten. Das EGN pflegt Beziehungen zu Ortsgemeinden und versteht sich als Glied der weltweiten Kirche. 4. Achtsamkeit Die Mitglieder der Schulgemeinde achten alle an der Schule Beteiligten als Brüder und Schwestern. Sie lassen niemanden am Wegrand zurück. Sie fühlen sich für andere Men-schen und für ihre Umwelt verantwortlich. |