Suchtprävention am EGN

27. Februar 2019

Im Rahmen der Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung fand am 18. und 19. Februar für die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs ein Programm zur Drogenprävention statt.

Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt: Die weltweit am weitesten verbreitete illegale Droge Cannabis (Marihuana oder Haschisch) ist seit Jahren auch unter niedersächsischen Jugendlichen das mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Rauschmittel. Landesweit haben Drogendelikte im Zusammenhang mit Cannabis speziell in der Altersgruppe der Minderjährigen in besorgniserregender Weise zugenommen. Dabei sind die negativen Folgen eines regelmäßigen Cannabiskonsums, insbesondere für Kinder und Jugendliche, mittlerweile vielfach durch Studien belegt. „Kiffen“ kann gerade in dieser Risikogruppe schwerwiegende körperliche und seelische Erkrankungen sowie altersgebundene Entwicklungs- und Wachstumsstörungen hervorrufen. Familiäre, soziale und schulische Probleme sind häufige Begleiterscheinungen.

Als Vorbeugemaßnahme wurde seitens der Schule ein Bausteinprogramm in Kooperation mit der Ökumenischen Fachambulanz Sucht und der Polizei entwickelt. Dieses soll ohne den „erhobenen Zeigefinger“ die Jugendlichen über die Gefahren und Risiken des Cannabis-, aber auch des Amphetaminkonsums informieren. Die Zielsetzung des Konzeptes ist es, dem Konsum von Jugendlichen auf unterschiedlichen Ebenen präventiv zu begegnen und deshalb auch im Schulalltag dieses Thema zu integrieren.
Besonders das Thema Legalität spielte bei den Jugendlichen eine große Rolle und führte zu angeregten Diskussionen. Herr van der Heiden, Herr Hermes und Herr Terhorst standen für zahlreiche Fragen zur Verfügung und gingen sowohl auf die Konsequenzen, als auch auf verschiedene Hilfsmöglichkeiten für Betroffene in Nordhorn ein.

Einige Rückmeldungen seitens der Schüler/innen fielen wie folgt aus: „Man konnte ganz frei sein und alles fragen, was man wollte. Es wurde einem zugehört und es wurde auf alles eingegangen.“

Es wurden aber auch Anregungen und Impulse zur Verbesserung des Workshops seitens der Schüler/innen gegeben: „Bei vielen Jugendlichen wirken Emotionen. Einige Berichte, wie Drogen das Leben einiger Menschen zerstört haben, wären nicht nur gut geeignet zur Anregung von Mitgefühl, sondern auch zum greifbaren Darstellen der Folgen.“

Eine schriftliche Umfrage wird demnächst als Grundlage für die Evaluation der Veranstaltung dienen und zur deren Optimierung beitragen. 

Ansprechpartner

DSC_4152_Ella_Altenhof_(Schulsozialpädagogin)
Ella Altenhof
Tel.: 05921 30830-23
Fax: 05921 30830-20