Ministerpräsident Stephan Weil zu Gast am EGN

21. Mai 2019

„Gymnasien müssen einen Teil gesellschaftlicher Verantwortung mittragen.“

Ministerpräsident Stephan Weil besuchte im Rahmen einer Tour durch die Grafschaft Bentheim am Montag, den 20. Mai auch das EGN. „Mehr Raum für Bildung“, so die Überschrift der bildungspolitischen Diskussion mit Verantwortlichen aus Kita und Schule, in die er sich pointiert einmischte.  

Weil äußerte sich zu den Aufgaben von Inklusion und Integration an den weiterführenden Schulen und nahm dabei auch die Gymnasien in die Pflicht zur Beteiligung an der pädagogischen Arbeit der Inklusion: es sei kein „Naturgesetz“, dass Inklusion an Gymnasien nicht möglich sei, so der Ministerpräsident. Dies sei vielmehr eine Frage der Haltung, des Personals und des Raumes, unterstrich auch Heinrich Brinker, Schulleiter der Grundschule am Süsteresch in Schüttorf. Dr. Gabriele Obst verwies auf die Erfahrungen des EGN mit Inklusion, die ausgesprochen positive Auswirkungen für die Schule mit sich gebracht hätten.  

Weil betonte wie die übrigen Diskussionsteilnehmer/innen, dass Ganztagsschulen von hoher Bedeutung für die Bildungsentwicklung in Niedersachsen seien. Frau Dr. Obst verwies auf den Rückgang an Ganztagsarbeit an weiterführenden Schulen durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren (G9). Zudem sei die Oberstufe am Gymnasium von der finanziellen Förderung des Ganztags ausgenommen. 

Vertreterinnen aus Kita und des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Erziehung forderten eine erheblich bessere personelle Ausstattung im Bereich der vorschulischen Bildung, dem  Weil trotz inhaltlichem Verständnis mit dem Hinweis auf fehlendes Personalangebot begegnete. 

Nach einer Stunde offener und angeregter Diskussion verabschiedete Obst den Ministerpräsidenten mit der Einladung zu einem weiteren, dann aber längeren Besuch am EGN. 

Ansprechparterin

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Dr. Gabriele Obst
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