Israelische Austauschschüler und -Schülerinnen am EGN

13. Dezember 2018

Das Evangelische Gymnasium Nordhorn (EGN) heißt derzeit 15 Jugendliche der Chugim High School aus Haifa in Israel willkommen. Gemeinsam entdecken die Jugendlichen dabei kulturelle, religiöse aber auch ganz alltägliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Das Wetter war die erste Besonderheit, die die Israelis in Deutschland bemerkten, welche sich deutlich von ihrem Heimatland, in dem es momentan fast 15 Grad wärmer ist, unterscheidet. Dennoch bereiteten 15 Schülerinnen und Schüler des EGN den Gästen gemeinsam mit ihren Familien am Mittwoch, 5. Dezember, einen warmen Empfang. Schnell lernte man einander kennen und startete so am Donnerstag gemeinsam in den deutschen Schultag. Vor allem der Musik- und Kunstunterricht überraschte dabei die Besucher, da sie diesen nicht aus ihrem Heimatland kennen. Aber auch die Ausstattung mit Smartboards interessierte die Jugendlichen, die selbst eine Schule mit technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt besuchen, sehr.
Es sollte nicht die letzte Überraschung bleiben: Einen bleibenden Eindruck hinterließ bei den Gästen neben dem Besuch des Weihnachtsmarktes und dem gemeinsamen Klaotscheeten vor allem das Backen von Weihnachtsplätzchen, bei denen sich die Jugendlichen immer besser kennenlernten und sich neben Akzeptanz und Toleranz nach und nach auch echte Freundschaften entwickelten.
Ein besonderes Highlight war für die Besucher aus dem Land im Nahen Osten auch die Einladung von Landrat Friedrich Kethorn, der sowohl israelische als auch deutsche Schülerinnen und Schüler für einen regen Austausch in den Ratssaal des Landkreises willkommen hieß. Mit großer Neugierde verfolgten die Gäste dabei die Erklärungen Kethorns zu den Besonderheiten der einzigen Grafschaft in Deutschland, aber auch zum dem, nicht immer ganz einfach zu verstehenden, politischen System der Bundesrepublik. Danach folgte ein offener Austausch, bei dem die israelischen Besucher sowohl Würstchen, Wälder als auch das Radfahren als typisch Deutsch charakterisierten. Auch die weihnachtliche Dekoration in der Innenstadt beeindruckte die Schülerinnen und Schüler sehr, so dass sie als typisch deutsche Tradition am liebsten die Weihnachtsmärkte in ihr Land importieren würden. Auf der anderen Seite sind es vor allem die Sonne, der Strand direkt in Haifa und der für die Landesküche typische Hummus, die sie am ehesten bei einem längerem Aufenthalt vermissen würden.

Auch die Zukunft des Austauschs ist schon fest geplant. Neben einem Gegenbesuch, der im März 2019 stattfinden soll und bei dem die deutschen Schülerinnen und Schüler auch in die israelische Kultur eintauchen dürfen, soll eine gemeinsame Ausstellung fertiggestellt werden. In Nordhorn und auch in Haifa erstellen die Schülerinnen und Schülern Porträts zu Immigranten in den jeweiligen Städten. Auch hierbei wird deutlich, dass bei dem Deutsch-Israelischen-Austausch Begegnungen im Mittelpunkt stehen, die die Verständigung zwischen den Kulturen und Religionen fördern.

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