Was Eltern nun tun können

18. März 2020

Was Eltern nun tun können - Corona und Kinderbetreuung

info2019

Fünf Wochen keine Schule, keine Kita, keine Urlaubsreisen. In Anlehnung an einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende haben wir versucht, eine kurze Übersicht zusammenzustellen, um die Frage zu beantworten: Wie schaffen wir es, dass wir in den nächsten Wochen nicht die Wände hochgehen, wenn wir die ganze Zeit aufeinander hocken?


Da in vielen Haushalten mit den Arbeitgebern eine Art Home-Office vereinbart wurde, gilt es zunächst, gemeinsam mit der Familie einen Tagesplan zu erstellen. Leitfragen können hier sein: Wie viel ungestörte Zeit brauchen die Eltern für die Arbeit? Was können die Kinder in der Zeit tun? Kann/darf gestört werden oder gilt Alleinbeschäftigung? Wann sind die (gemeinsamen) Pausen?


Das EGN hat sich entschlossen, den Schülerinnen und Schülern wiederholende Aufgaben zu den Schulfächern zukommen zu lassen. Diese werden einen täglichen Umfang von circa zwei Stunden Bearbeitung beanspruchen und können erledigt werden. Die Aufgaben dienen als Angebot und sind freiwillig, können den Kindern jedoch analog zum elterlichen Home-Office als deren „Beschäftigung“ erklärt werden.


Hier weitere Anregungen:

 

  • Zeit für das gemeinsame Kochen einplanen
  • den Frühjahrsputz starten (der Klassiker)
  • im Garten aktiv werden, Gartenhaus aufräumen
  • Lego o. Ä. sortieren, um die alten Sets erneut zusammenzustellen, ggf. mit dem Ziel des Weiterverkaufs
  • die eigenen Bücher zu einer Bibliothek sortieren, also nach Themen oder dem Alphabet ordnen und ein Inventar erstellen
  • Netflixserien auf Englisch sehen
  • sollte man das Haus nicht verlassen können/wollen, hilft manchmal etwas Bewegung, also ruhig das Radio aufdrehen und zum Lieblingslied durch die Wohnung tanzen, es können auch ganze Playlists mit den Lieblingstiteln der Familie erstellt werden
  • Fenster bemalen, Zelt im Wohnzimmer aufbauen und Leseecke gestalten, genug Zeit für Verrücktes ist da

Ganz wichtig ist nun, den Druck rauszunehmen. Es muss zwar nicht jeden Tag wie ein Sonntag sein, aber auch Ausschlafen kann sehr entschleunigend wirken. Genauso wie ein der Situation angepasstes Medienverhältnis mit Begrenzung. Zum Beispiel sendet der WDR ab Mittwoch ein ausgeprägteres Kinder- und Jugendprogramm. Vielleicht gibt es eine neue Serie, die mit der ganzen Familie geschaut werden kann. Zu empfehlen sind auch die Programme der Bildungskanäle ARD-Alpha und ZDF Info. Der NDR sendet ab 9:00 Uhr ein zweistündiges Hörprogramm für Kinder.


Bei der ganzen Verunsicherung: Beantworten Sie als Eltern die Fragen Ihrer Kinder zum Corona Virus und den Folgen. Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt, und wollen informiert werden von den Menschen, denen sie vertrauen.


Wir hoffen, Ihnen mit der dieser kurzen Übersicht ein paar Ideen und Anregungen geben zu können und wünschen Ihnen eine trotz den Umständen angenehme Zeit.


Everina Brink und Sebastian Rexilius

 

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Everina Brink

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Sebastian Rexilius