Neue Wege - neue Räume

Offene Klassenräume in den Pausen - Eine Initiative der Schülervertretung

Von der Schülervertretung wurde im Sommer 2012 angeregt, dass die Schüler/innen auch in den großen Pausen in ihren Klassen bleiben dürfen. Im Juni 2012 stellten Pia Kramer und Sophie Swoboda den Lehrer/innen erfolgreich ihre Überlegungen dazu vor. Die Idee des Projektes ist, dass die Schüler/innen selbst entscheiden dürfen, wo sie ihre Pause verbringen möchten. Damit erhalten sie mehr Verantwortung für die Schule mitsamt den Klassenräumen und identifizieren sich folglich verstärkt mit der Schule. Im nächsten Schritt sollten Herr Hann (SV-Lehrer) und die SV-Schüler/innen einen Probelauf planen. Im Februar 2013 wurde durch eine Probewoche dirch eine Schülervollversammlung eingeleitet. Bei der Schülervollversammlung wurden alle Schüler über das Projekt informiert und wählten anschließend Schülerguards für die Beaufsichtigung der Klassen während der Pausen.

Zudem unterschrieb jeder Schüler/in folgende Regeln:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Projekt „Neue Plätze und neue Räume“ am EGN erfolgreich durchgeführt wird. 
  2. Ich halte die aufgelisteten Regeln ein:
  • Klassenräume bleiben in den Pausen offen.
  • Handys und MP3-Player bleiben verboten.
  • Es ist verboten, mit Handys zu filmen.
  • SuS dürfen sich in den Pausen im Gebäude aufhalten (einschließlich Pausenhalle)
  • Die Mensa ist tabu, es dürfen jedoch Getränke geholt werden. 
  • Es darf im Gebäude nicht mit Bällen gespielt werden.
  • Mitschüler dürfen nicht mit Gegenständen abgeworfen werden.
  • Es ist verboten, Dinge aus dem Fenster zu werfen.
  • Es ost verboten, aus dem Fenster zu steigen oder zu springen.
  • Mülleimer und Drehstühle dürfen nicht als Spielgeräte benutzt werden.
  • Es ist verboten, Gegenstände zu beschmieren.
  • Es darf keine Gewalt und kein verbales Mobbing in Abwesenheit der Lehrer geben.
  • Müll gehört in den Mülleimer.
  • Alle Bereiche und besonders die Klassen müssen so verlassen werden, wie sie vorgefunden wurden (Möbel zurückstellen, Müll entsorgen).
  • Nach der 6. Stunde ist wie bisher Ordnungsdienst.
  • Die Klasse muss vor dem zweiten Klingeln wieder für den Unterricht fertig sein.
  • Fenster dürfen nicht komplett geöffnet werden.
 

    3. Ich werde den Anweisungen der Klassenguards Folge leisten.

Nach weiteren Absprachen mit dem Lehrerkollegium und den Eltern wurde in mehreren Etappen die Probezeit bis zu den Sommerferien verlängert. Am 03.07.2014 gab es ein großes Evaluationstreffen mit Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen .Das Projekt „Neue Wege - neue Räume“ sollte weitergeführt werden, jedoch gab es einige Kritikpunkte wie z.B. dass die Klassenräume während der Pausen nicht pfleglich behandelt würden, dass die Guards ihre Arbeit nicht zuverlässig durchführten, dass Schüler/innen an den Whiteboards Kabel umsteckten und dass die jüngeren Schüler/innen nach Innenpausen sehr unruhig seien. Einzelne Klassen mussten auch immer mal wieder, nach Verstößen gegen die Regeln, über Monate ihre Pausen draußen verbringen.
 
Seit Sommer 2016
 
Da es regelmäßig Beschwerden bezüglich der Regeleinhaltung in den jüngeren Jahrgängen gab, beschloss die Lehrkräftekonferenz in Absprache mit der SV im Sommer 2016, dass die Jahrgänge 5-9 die zweite große Pause nicht mehr in ihren Klassenräumen verbringen dürfen.